Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe e.V.

Oberbürgermeister-Wettbewerb

„Es ging uns dieses Mal nicht nur darum besonders schöne Kleingartenanlagen für sie aus zu suchen, sondern wir wollten ihnen auch Anlagen mit Problemen vorstellen“, erklärte der Vorsitzende des Bezirksverband, Alfred Lüthin, zu Beginn der Rundfahrt.

Autolärm ist beispielsweise das Problem der direkt an der Bundesstraße 35 gelegenen Grötzinger Kleingartenanlage Sandäcker, die Kleingärtner der Anlagen Durlacher Allee und Fasanengarten fürchten, dass ihre Gärten durch städtebauliche Maßnahmen bedroht sind und die Schreber der Anlage Hintere Waid fürchten um ihre Gärten, wegen des in ihrer Nachbarschaft geplanten Rheinpolders. All diese Sorgen und Ängste konnten die Vorsitzenden der verschiedenen Vereine den Stadträten und Baubürgermeister Michael Obert direkt vortragen.

Im Mittelpunkt des traditionellen, in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts in das Leben gerufene Oberbürgermeister -Wettbewerb, stand aber auch dieses Mal die Bewertung der Kleingartenanlagen. Neben den Kommunalpolitikern gehörten auch der derzeitige und zwei ehemalige Leiter des städtischen Gartenbauamtes, Mitarbeiter des Vermessungs- und Liegenschaftsamtes und die Vorstandsmitglieder des Bezirksverbandes der Gartenfreunde zur Jury. Und die hatte einen ganzen Katalog an Kriterien, an Hand derer sie die Anlagen bewerten mussten. Ein bis fünf Punkte konnten die Jurymitglieder dabei jeweils für das Aussehen der gesamten Anlage, den Pflegezustand der Einzelgärten, die Gestaltung der Wege der Kinderspielplätze und für viele andere Faktoren vergeben.

So auch für ein aktives Vereinsleben, ein Bewertungskriterium, bei dem der Obst- und Gartenbauverein Grötzingen mit seiner Anlage Sandäcker Vorbildcharakter hat. Allerdings, kritisierte einer der Juroren, dass einige der Kleingärten in der Anlage Sandäcker in einem schlechten Pflegezustand seien.

Worauf man als Jurymitglied beim OB-Wettbewerb überhaupt achtet, verriet die Stadträtin Ute Müllerschön. „Mir ist wichtig, dass die einzelnen Gärten tatsächlich auch zum Anbau von Gemüse und anderen Nutzpflanzen verwendet werden, dass die Anlagen insgesamt ein abwechslungsreiches, vielfältiges Bild liefern und dass die Gartenhütten beziehungsweise die gesamte Ausstattung eines Kleingartens nicht so pompös ist, dass sie für Familien mit Kindern unerschwinglich wird.“