Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe e.V.

Bundesjury nimmt KGA Am Reitschulschlag unter die Lupe

Karlsruhes Baubürgermeister Michael Obert über die Bedeutung der Kleingärten für die Stadt Karlsruhe

„Kleine Gärten – bunte Vielfalt“ lautete das Motto des diesjährigen Bundeswettbewerbs „Gärten im Städtebau“. Ihre ganze Vielfalt präsentierte auch die Karlsruher Anlage „Am Reitschulschlag“, die sich dank erstem Platz beim Landeswettbewerb 2017 für die bundesweite Bewertung qualifiziert hatte. Bei sonnigem Wetter läutete der Kinderchor der Grundschule Hagsfeld den Bereisungstag mit einer „Ode an den Sommer“ ein. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Verbands der Kleingärtner Baden-Württemberg, Alfred ­Lüthin, den Karlsruher Baubürgermeister Michael Obert sowie den stellvertretenden Leiter des Gartenbauamts Karlsruhe, Klaus Weindel, startete der Rundgang der Jury durch die Anlage. Als Bewertungskriterien des diesjährigen Bundeswettbewerbs standen vor allem städtebauliche, ökologische, gartenkulturelle und soziale Leistungen des Vereins im Vordergrund.

Lebensraum Kleingarten
Beeindruckt zeigten sich Jury und Besucher vom Erlebnispfad „Lebensraum Kleingarten“, der in Zusammenarbeit des Bezirksverbands der Gartenfreunde Karlsruhe, des KGV „Am Reitschulschlag“, der Stadt Karls­ruhe und der Grundschule Hagsfeld entstanden war. „Mit ‚Lebensraum Kleingarten‘ wollen wir besonders Kindern die Möglichkeit geben, das Ökosystem Kleingarten besser kennenzulernen und ihnen so spielerisch die Natur näherbringen“, sagt Alfred Lüthin. Insgesamt elf Stationen – von Insektenhotels, Eidechsenhabitaten und Greifvogel-Sitzwarten bis hin zu Komposthaufen, Kräuterspirale und Hochbeet – stellen alle wichtigen Zusammenhänge im Kleingarten dar. Ein Quiz mit Fragen zu den Stationen vertieft das Gesehene. „Wichtig war es uns, dass bereits beim Bau des Pfads die Kinder der örtlichen Grundschule aktiv eingebunden waren. Die Schule hat das Projekt in ihren Lehrplan inte­griert und wird den Erlebnispfad nun als grünes Klassenzimmer nutzen“, erklärt Dagmar Haas, Vorsitzende des KGV „Am Reitschulschlag“. Bereits Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch zeigte sich bei der Einweihung des Lehrpfads Anfang Juni begeistert und bezeichnete die Karlsruher Kleingärtner als Trendsetter. Alfred Lüthin: „Unsere Vereine konnten in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Gold- und Silbermedaillen bei den Bundeswettbewerben gewinnen. Wir freuen uns auf die diesjährige Preisverleihung.“

Der Kinderchor der Grundschule Hagsfeld begrüßte die Jury und Besucher mit einer „Ode an den Sommer“.

Gärten im Städtebau: Die Meisterschaft der Kleingärtner
Der alle vier Jahre stattfindende Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ ist einer der wichtigsten Ideenwettbewerbe zur urbanen Gartenkultur in Deutschland und gilt als deutsche Meisterschaft der mehr als 15.000 Kleingärtnervereine, die unter dem Dach des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde organisiert sind. Der Wettbewerb stellt den Beitrag des Kleingartenwesens für eine lebenswerte, soziale und grüne Stadt in den Mittelpunkt. Besonders schöne Lauben und akkurat gepflegte Blumenrabatte interessieren dabei nur am Rande. Der Wettbewerb würdigt vielmehr Leistungen, mit denen Kleingärtnervereine über die Grenzen der Kleingartenanlage positive Impulse in das Wohnumfeld senden. Im Fokus stehen daher die Präsentation beispielhafter gärtnerischer und/oder sozialer Projekte sowie der Blick über den Gartenzaun. Träger und Auslobende des Wettbewerbs sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG).
20 Kleingartenanlagen aus 15 Bundesländern haben dieses Jahr am Bundeswettbewerb teilgenommen. Zwölf Tage waren die sieben Jurymitglieder unterwegs. Die Sieger werden am 1. Dezember 2018 im Rahmen einer Festveranstaltung mit circa 1.000 Gästen in Berlin prämiert. Alle am Bundeswettbewerb teilnehmenden Kleingartenvereine fahren an diesem Tag in die Landeshauptstadt.

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