Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe e.V.

Auf dem Programm stand gleich am ersten Tag ein Ausflug ins nicht weit entfernte Straßburg an. Nach einem Stadtrundgang mit französischem Flair ging es weiter nach Obernai an der elsässischen Weinstraße, wo eine Weinprobe im Weingut Weibel wartete. Obligatorisch war am darauffolgenden Tag der Besuch verschiedener Kleingartenanlagen in Karlsruhe, Baden-Baden und Bruchsal. Vor Ort wurden die besondere Projekten der jeweiligen Vereine vorgestellt, wie der Lehrpfad in der Kleingartenanlage „Am Reitschulschlag“ und die Baustelle des Klinikgartens in der Kleingartenanlage „Exerzierplatz“. Um Patienten des städtischen Klinikums Orte in der Natur zu bieten, werden hier zurzeit Kleingartenparzellen speziell für Besucher und Patienten umgestaltet. Die Kleingärten der Anlage „Exerzierplatz“ befinden sich direkt gegenüber dem hinteren Ausgang des Karlsruher Klinikums. Mit der Umgestaltung soll ein direkter Zugang zu den Kleingartenparzellen geschaffen werden.

Gemeinsames Engagement
Ebenfalls auf dem Programm stand ein Abstecher in den MehrGenerationenPark am Seniorenzentrum in Sinzheim, ein Projekt des Verbands der Kleingärtner Baden-Württemberg. Auf einer 10.000 Quadratmeter großen Gartenfläche werden hier quer durch alle Generationen hinweg zahlreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und Erholung geboten. Dazu gehören Spiel- und Aktionsräume für Kinder und Jugendliche, seniorengerechte Bereiche mit Hochbeeten und der „Garten der Erinnerung“ für demenzkranke, ältere Menschen.
„Der MehrGenerationenPark liefert damit ein ganzheitliches Konzept, das Jung und Alt miteinander verbindet und die unterschiedlichen Lebenswelten der Generationen zusammenbringt“, erklärt Alfred
Lüthin. Die Bezirksorganisation Wien-Leopoldstadt zeigte sich beeindruckt von den vielen sozialen und grünen Projekten der Karlsruher Kleingärtner. Der letzte Tag wurde schließlich mit einem Empfang durch den Karlsruher Bürgermeister Michael Obert im städtischen Rathaus abgerundet. „Hier bot sich uns die Möglichkeit des gemeinsamen Austauschs, gerade auch auf politischer Ebene, was uns einen gelungenen Abschluss bot.“

Als Dank für das gelungene Programm und die Gastfreundschaft überreichte Gerhard Groll im Namen der Wiener Gartenfreunde ein Blumengeschenk an den BVKA-Vorsitzenden Alfred Lüthin.

Langjährige Partnerschaft
Erst im Juni vergangenen Jahres feierten die Karlsruher und Wiener Gartenfreunde ihre 45-jährige Partnerschaft in der österreichischen Hauptstadt. „Das Schöne an unserer Partnerschaft ist, dass sie mit den Jahren zu einer engen Freundschaft herangewachsen ist, die durch gegenseitigen Respekt, großes persönliches Engagement und eine erfolgreiche Zusammenarbeit geprägt ist“, sagt Alfred Lüthin. Seit über vier Jahrzehnten tauschen sich die beiden Vereine über ihre Leidenschaft für das Gärtnern aus und lernen aus den Erfahrungen des anderen – und das über die Staatsgrenzen hinaus. Mit der Zeit kam es so zu einer Vielzahl an gegenseitigen Besuchen, von gemeinsamen Unternehmungen bis hin zu Gesprächen und Empfängen mit den Spitzen der beiden Kommunen. „Ob am Rhein oder an der Donau, der Einklang zwischen Mensch und Natur ist eines unserer wichtigsten Ziele“, sagt Alfred Lüthin. „Und ich bin mir sicher: Angetrieben von diesem Ziel, die Lebensqualität der Menschen zu erhöhen, wird sich die Partnerschaft zwischen dem Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe und der Bezirksorganisation Wien-Leopoldstadt gedeihlich weiterentwickeln!“