Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe e.V.

Bodenanalyse mit Düngeberatung

Bei Nährstoffmangel wachsen Pflanzen schlecht und sind anfälliger für Schädlinge und Krankheitserreger. Was viele nicht wissen: Auch zu hohe Nährstoffgaben lösen solche Symptome aus. Die überhöhten Düngergaben schwächen sowohl das Pflanzengewebe als auch den Boden. Jedes Gramm zu viel aufgebrachtes Düngemittel wandert ungenutzt in untere Bodenschichten und belastet so das Grundwasser. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt sich eine Bodenuntersuchung alle drei bis fünf Jahre. Diese kann im hauseigenen Labor des Bezirksverbands der Gartenfreunde Karlsruhe (BVKA) durchgeführt werden. Die Untersuchung erstreckt sich dabei auf den pH-Wert, Phosphat, Kalium, Magnesium sowie Kalzium und gibt zudem auch immer konkrete Düngeempfehlungen.

Bodenprobe – richtig gemacht
Proben sollten möglichst jeweils nur von einer einheitlich genutzten Fläche entnommen werden, wie z. B. dem Gemüsebeet, der Obstfläche, dem Rasen oder dem Erdbeerbeet. Diese müssen dann auch speziell gekennzeichnet werden. Als richtiger Zeitpunkt empfiehlt sich für die Probenahme der Herbst oder das zeitige Frühjahr. Wichtig: Der Boden darf vorher nicht gedüngt werden, egal ob mit Mineraldüngern oder Kompost. Von der zu untersuchenden Fläche sollten mehrere, gut verteilte Proben entnommen (von etwa zehn bis 15 Stellen) und in einem sauberen Gefäß zu einer Mischprobe vereinigt werden.
Als Entnahmetiefe empfiehlt sich beim Gemüsegarten 20 bis 25 Zentimeter, bei Obstbäumen und Sträuchern 30 Zentimeter sowie bei Rasenflächen maximal zehn Zentimeter. Proben können sowohl mit einem Bohrstab als auch mit einem Spaten entnommen werden. Den Bohrstab sticht man senkrecht in den Boden hinein, dreht ihn um 180 Grad, zieht ihn wieder heraus und entfernt dann die Probe aus der Nut.
Bei der Entnahme mit dem Spaten hebt man den ersten Stich heraus und trennt mit dem zweiten Stich eine drei bis fünf Zentimeter dicke Scheibe über die gesamte Blattlänge des Spatens ab, dann entfernt man den größten Teil der Erde bis auf einen schmalen Streifen und stellt aus diesen Streifen die Mischprobe her. Die so gesammelte Mischprobe (etwa 250 Gramm je Probe) muss anschließend fest verschlossen und außen mit dem Namen, der Adresse sowie mit der Bezeichnung der Fläche (zum Beispiel Gemüse, Obst etc.) versehen werden. Abgeben können Interessierte die Proben in der Geschäftsstelle des BVKA. Weitere Informationen erhalten Sie beim Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe.