Damit es wieder summt und brummt!

Damit es wieder summt und brummt!

Blumenwiesen

Ob Klatschmohn, Gänseblümchen, Arnika oder Kornblumen – in den Karlsruher Kleingartenanlagen blüht es im Frühling wieder in allen Farben. Dann tummeln sich hier allerhand Insekten. Blühende Wiesen sind nicht nur schön anzusehen. Sie sind für viele Insektenarten eine wichtige Lebensgrundlage. Eine Lebensgrundlage, die aufgrund von Bebauung oder den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft immer mehr abnimmt. In den letzten 25 Jahren sind Studien zufolge über 75 Prozent der Fluginsekten verschwunden.

1. Boden vorbereiten

Zuerst wird die Grasnarbe entfernt und der Boden gelockert. Wer sehr reichhaltigen Boden hat, sollte ihn mit Sand abmagern, denn die meisten Wildblumen lieben mageren Boden. Dazu wird der Sand in den Boden eingearbeitet.

2.Saatgut einbringen

Wie viel Saatgut benötigt wird, hängt von der Größe der entstehenden Wiese ab (daher benötigen wir die Quadratmeterzahl). Damit sich das Saatgut besser verteilen lässt, kann man es mit etwas Sand mischen. Nun locker auf die Fläche streuen und nur etwas mit dem Rechen einarbeiten. Danach mit einer Walze oder einem Brett festigen. Sehr wichtig ist es, die eingesäte Fläche über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen stets feucht zu halten.

3. Pflege

Die Pflege fällt bei der Wildblumenwiese nicht weiter ins Gewicht. Ein bis maximal zwei Mal im Jahr sollte gemäht werden. Und wer sich schon immer mal im Mähen mit der Sense versuchen wollte, hat jetzt seine Chance: Die besten Zeiten zum Mähen sind der September, wenn nur ein Mal gemäht wird, Ende Juni und Ende August, wenn zwei Mal gestutzt wird. Aber Achtung: Nicht alles auf einmal mähen, sondern mit zwei Wochen Pause, denn so können die Tiere in der Wiese noch schnell umziehen – und die Muskeln sich etwas entspannen.
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Blumenwiese

Qualitätssaatgut

Für Insekten neue Lebensräume schaffen: Dieses Ziel verfolgt der Bezirksverband der Gartenfreunde Karlsruhe bereits seit 2019 mit seiner Aktion „Wildblumenwiesen für Kleingartenanlagen“ und stellt interessierten Vereinen für ihre öffentlichen Flächen kostenlos Qualitätssaatgut zur Verfügung.

Bestäubung

Wir Kleingärtner tragen einen großen Teil zum Schutz und Erhalt der Natur bei. Funktionierende Ökosysteme weltweit sind auf die Bestäubung durch Bienen und andere Insekten angewiesen. Auch ein Großteil der menschlichen
Ernährung hängt von der Befruchtung durch Insekten ab. „Es ist deshalb umso wichtiger, besondere Schutzgebiete einzurichten. Und was bietet sich da besser an als die innerhalb oder direkt um Kleingartenanlagen liegenden Freiflächen, die durch den jeweiligen Verein
gepflegt werden.“